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Klimaschutzprojekte

Freiwillige CO2-Kompensation bietet eine Möglichkeit, mit anderen Menschen Klimaschutz voranzubringen. Sie kann Klimaschutzprojekte ermöglichen, den Aufbau erneuerbarer Energien und anderer CO2-armer Infrastrukturen unterstützen und damit große Mengen an Treibhausgasen einsparen.

Bei Privatpersonen führt freiwillige CO2-Kompensation jedoch bisher ein Schattendasein. Gerade klimabewegte Menschen bekommen oft Bauchschmerzen bei diesem Thema und scheuen davor zurück, sich näher mit ihm zu beschäftigen. Lassen Sie uns deshalb genauer hinschauen: Was ist freiwillige CO2-Kompensation und was kann sie bewirken? Woher kommen die unangenehmen Gefühle und wie können wir dieses Instrument mit einem guten Gewissen wirkungsvoll einsetzen?

Kompensation – kurz und knapp

Bei der freiwilligen CO2-Kompensation handelt es sich um Spenden für Klimaschutzprojekte. Als Spender:in erhalten Sie weder eine materielle Gegenleistung noch Zinsen (wie z. B. bei einer Investition in einen Windpark). Kompensationsprojekte müssen neben den üblichen Kriterien für gemeinnützige Spenden – Sinnhaftigkeit, Durchführungsqualität, effiziente Mittelverwendung – noch weitere Kriterien erfüllen. Insbesondere müssen sie:
Kompensationszahlungen schließen in der Regel eine noch offene Finanzierungslücke der Kompensationsprojekte. Eine Kompensationsspende kann damit der entscheidende Auslöser für eine noch viel größere Investition in CO2-einsparende Maßnahmen sein. Dadurch besitzt sie – im Vergleich etwa zum Bezug von Ökostrom oder dem Kauf von Bioprodukten – eine besonders große Hebelwirkung.
Um als Kompensationsprojekt ausgewählt zu werden, muss dessen CO2-Einsparpotential ermittelt worden sein. Für den KliX³-Qualitätsmix wird eine Auswahl solcher Kompensationsprojekte zusammengestellt. Mit einer Spende von 25 Euro lässt sich im KliX³-Qualitätsmix damit messbar eine Tonne CO2 einsparen (Stand: Herbst 2023).
Durch die Messbarkeit kann man als Spender:in eine Rückmeldung zur eigenen „Klimawirkung“ erhalten (z. B. „Durch Ihre Spende wurde eine Tonne CO2 eingespart.“). Dieser Wert kann der individuellen CO2-Bilanz als „negative Emission“ gutgeschrieben werden. Die Verrechnung mit den eigenen Emissionen bietet damit eine Orientierung für die Frage: Wie viel sollte ich mindestens spenden?

Der KliX³-Qualitätsmix

Nicht jede:r hat Muße und Zeit, sich in die komplexe Welt der freiwilligen CO2-Kompensation einzulesen und hineinzudenken. Wir entwickeln deshalb für alle klimabewegten Menschen den KliX³-Qualitätsmix.

Vielfältige Projekte

Ob erneuerbare Energien oder Energieeffizienz, ob Aufforstung an Land oder CO2-Bindung an Küsten, ob Pflanzenkohle oder die Löschung von Emissionsrechten aus dem europäischen Emissionshandel – wir benötigen all diese Ansätze, um Klimaschutz möglichst schnell voranzutreiben.

In Deutschland und weltweit

Klimagerechtigkeit erfordert die Unterstützung ärmerer und vulnerabler Regionen. Projekte hier vor Ort ermöglichen hingegen eine höhere Identifikation und auch Erfolgskontrolle. Wir haben daher beides im Mix enthalten.

Gemeinnützige Partner mit langjähriger Erfahrung und etablierten Standards

Unsere Partner arbeiten gemeinnützig und sind seit vielen Jahren im Klimaschutz engagiert. Die meisten Projekte sind mit dem international anerkannten Gold Standard zertifiziert und stiften über den Klimaschutz hinausgehenden sozialen Mehrwert. Zudem unterstützen wir nach Möglichkeit kleinere Projekte.

Spendenbescheinigung

Als gemeinnütziger Verein können wir Ihnen Ihre Spende bescheinigen und Sie können Ihre Spenden für den KliX³-Qualitätsmix von der Steuer absetzen.

Projekte im Überblick

FAQ zur Kompensation

  • Qualität durch vertrauenswürdige Siegel und Anbieter: Mit dem Gold Standard hat sich ein anspruchsvolles und vertrauenswürdiges Siegel für Kompensationsprojekte etabliert. Und es gibt eine überschaubare Anzahl gemeinnütziger Anbieter, die sich für wirksamen Klimaschutz einsetzen. Im KliX³-Qualitätsmix treffen wir eine Auswahl an Anbietern und Projekten für Sie (z.B. Klima-Kollekte, myclimate, atmosfair, Primaklima und ForTomorrow).
  • Kompensation aller vergangenen Emissionen: Manchmal wird empfohlen, nur vermeidbare Emissionen zu kompensieren. Was sind aber vermeidbare Emissionen? Flugreisen? Autofahrten? Die Erdgasheizung? Die von uns im vergangenen Jahr verursachten Emissionen sind geschehen und dafür können wir Verantwortung übernehmen.
  • Kompensation des gesamten eigenen CO2-Fußabdrucks: Unternehmen bieten teilweise die Kompensation einzelner Produkte oder Dienstleistungen an. Flugreisen werden am häufigsten kompensiert. Allerdings machen Flugreisen im deutschen Durchschnitt nur etwa 5% der Treibhausgasemissionen aus. Es empfiehlt sich deshalb, einmal im Jahr den gesamten CO2-Fußabdruck zu ermitteln und zu kompensieren.

Das Konzept der Klimagerechtigkeit geht davon aus, dass vor allem die Länder und Bevölkerungsgruppen unter den Folgen der Klimakrise leiden, die verhältnismäßig wenig dazu beitragen, da ihr CO2-Fußabdruck sehr klein ist. Menschen im Globalen Süden sind besonders betroffen – insbesondere vulnerable Gruppen wie Kinder, Frauen, alte Menschen und indigene Gemeinschaften.

Das Konzept macht bewusst, dass Menschen im Globalen Norden Mitverantwortung dafür tragen, dass eine sozialverträgliche Anpassung an die Folgen der Klimakrise, die Bewältigung von entstandenen Schäden und eine Transformation zu einer zukunftsfähigen Lebensweise möglich sind. Kompensationsprojekte im Globalen Süden müssen daher neben der eigentlichen Klimaschutzwirkung den Menschen vor Ort zugutekommen und soziale Standards erfüllen. Deshalb sprechen wir von klimagerechter Kompensation.

Kompensationsprojekte stehen häufig in der Kritik, wobei es hier meist um die freiwillige CO2-Kompensation von Unternehmen geht. Ein Vorwurf: Nutzen Unternehmen das Label „klimaneutral“ vorwiegend aus Marketinggründen, handelt es sich um Greenwashing. Ein Unternehmen sollte also nachweislich bemüht sein, selbst Emissionen einzusparen. Privatpersonen haben durch das Label „klimaneutral“ in der Regel keine Vorteile – außer dass sie sichtbar machen, dass sie es ernst meinen mit dem Klimaschutz. Klar ist, dass Bemühungen zur Reduktion von Emissionen notwendig sind und nicht zugunsten der Kompensation aufgegeben werden sollten.

Es ist häufig nicht einfach, die tatsächliche CO2-Minderungsleistung eines Projekts einzuschätzen. Was ein effizienter Kocher, eine Solaranlage oder eine Aufforstung an CO2 einspart oder bindet, hängt unter anderem davon ab, welche Vergleichswerte man heranzieht. Um Projekte vergleichbar zu machen und sie unabhängig überprüfen zu können, werden transparente Bilanzierungsregeln benötigt. Ein verbreiteter internationaler Kompensationsstandard hierzu ist der sogenannte Gold Standard.

Ein Vorbehalt gegenüber Kompensationsprojekten lautet, dass der Preis für eine Tonne CO2 mit beispielsweise 25 Euro zu niedrig sei. Schließlich müsse eine Tonne CO2 laut Umweltbundesamt 195 Euro kosten. Um diesen Widerspruch aufzulösen, lohnt sich die Unterscheidung in „Schadens-“ und „Vermeidungskosten“. Beim Wert des Umweltbundesamtes handelt es sich um Schadenskosten, also um eine Schätzung darüber, wie hoch die gesellschaftlichen Kosten langfristig ausfallen, wenn eine zusätzliche Tonne CO2 in der Atmosphäre abgelagert wird. Dieser CO2-Anstieg wird durch Kompensation verhindert. Der Preis für Kompensationsprojekte beziffert also die Kosten für die Vermeidung der CO2-Emissionen und ist unabhängig von eventuellen Schadenskosten.

Um es an einem einfachen Beispiel zu verdeutlichen: Bei einem durch Alkoholkonsum verursachten Autounfall können die Schadenskosten sehr hoch ausfallen. Hätte die Person stattdessen ein Taxi genommen, wären die Vermeidungskosten deutlich niedriger gewesen. Da die Finanzierungslücken für Klimaschutzprojekte sehr unterschiedlich ausfallen, variieren die Kosten für Kompensationsprojekte zusätzlich.

Sie wollen mehr wissen?

Im Ratgeber zur freiwilligen CO2-Kompensation des Umweltbundesamts sind die wichtigsten Informationen zu Prinzipien und Standards der Kompensation gut verständlich zusammengetragen.